Emmanuel Macron, der französische Staatspräsident, hatte im Juli diesen Jahres in Zusammenarbeit mit der französische Regierung eine Digitalsteuer in der Höhe von drei Prozent auf die Umsätze von Tech-Konzernen wie Google, Amazon und Facebook beschlossen. Die Einführung einer in der kompletten EU geltenden Digitalsteuer ist zuvor gescheitert. Donald Trump und auch Unternehmen selber, vor allem Amazon, hatten heftig gegen die neue französische Steuer auf digitale Services protestiert. Wie sich nun herausstellt, lässt der Konzern anscheinend die Steuerlast auf die Verkäufer seiner Marketplätze weiterreichen.
Allem voran hatte sich die USA imens über die neue Abgabeverordnung beschwert. Als „schädlich“ und „diskriminierend“ hatte Amazon-Manager Peter Hiltz, verantwortlich für die internationale Steuerpolitik und Abgabenplanung des Konzerns, die dreiprozentige Steuer bezeichnet. Außerdem kündigte Hiltz an, dass die Hunderttausend kleinen und mittelständischen Unternehmen, darunter die über 10.000 französischen Marketplace-Verkäufer, unter der Digitalsteuer leiden werden und diese negative Auswirkungen auf deren Umsätze haben. Amazon wies in einem Statement zudem darauf hin, dass man erkenne, dass die Weitergabe der Digitalsteuer gerade für kleine Verkäufer einen Wettbewerbsnachteil gegenüber ihren Konkurrenten in anderen Ländern bedeute.
Verantwortliche von Facebook, Amazon, Google und weiteren Konzernen sind am Montag zu einer Anhörung der US-Regierung geladen, bei der es um die französische Digitalsteuer gehen soll. Insofern Frankreich die Digitalsteuer weiterhin erhebt, will die USA mit Sanktionen wie beispielsweise höheren Zöllen kontern. Die französische Regierung will mit der Digitalsteuer internationale Konzerne mit einer ähnlichen Belastung konfrontieren, wie sie auch heimische Firmen schultern müssen. Gerade den rießigen US-Tech-Konzernen wird vorgeworfen, mithilfe von Taktiken zur Steuervermeidung deutlich weniger Steuern zu zahlen als kleinere Konkurrenten.
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