Preisvergleichsprotale waren noch vor wenigen Jahren eine Hilfe für die Kunden, sich in der Welt des E-Commerce zu orientieren. Aber nun zeigt sich, dass der Preis nicht mehr das Vergleichskriterium Nummer 1 ist. Denn auch die Ansprüche der Käufer haben sich verändert.
Vergleichsprotale sollten für die Kunden im Onlinehandel eine Basis bieten, dass sie direkt auf einer Seite alle Preise eines gewünschten Artikels abgleichen konnten und sich danach für das beste Angebot entscheiden. Aber nun haben auch die Kunden bemerkt, dass diese vermeintliche Transparenz keiner Übersicht mehr unterliegt.
In einer Befragung gehen sogar viele Kunden zum stationären Anbieter und verhandeln dort über den Preis einer Ware.
Online haben sie das Problem, dass sie ein gutes Angebot finden, dieses nutzen möchten, aber zuvor noch einmal diese Investition genau überdenken. Wenn sie erneut nach dem Angebot suchen, dann ist es nicht mehr zu finden.
Grund hierfür sind die Anbieter, die sich diesem Vergleich entziehen möchten, in dem sie die Preise der Produkte regelmäßig anpassen, verändern oder auch unter Angebote stellen, die aber nur für Kunden des Shops gültig sind und damit nicht im Preisvergleich auftauchen.
Sie verwirren auf diese Weise nicht nur die Kunden, sondern stellen sich auch selbst eine Falle. Denn auch heute sind die Onlineshopper noch bequemer als noch vor ein paar Jahren.
Je umfangreicher eine Plattform ist und je mehr Angebot das Sortiment bereithält, umso besser scheint dies für die Kunden zu sein. Denn anstatt den Preis zu vergleichen, finden sie unterschiedliche Produkte auf ein und der selben Seite und möchten nicht mehr weitersuchen.
In diesem Zusammenhang kann die Bequemlichkeit teuer werden, denn die meisten vermeintlichen Angebote können von kleinen Händlern unterboten werden.
Da aber genau diese Händler nicht verglichen werden wollen, die ein großes Angebot haben und die kleinen Händler sich darauf verlassen müssen, dass sie in einem Preisvergleich auftauchen, kann es in der Zukunft zu weiteren Konflikten kommen, deren Ausmaß aktuell noch nicht bestimmt werden kann.
Schlussendlich gehen wirkliche Kunden in den meisten Fällen einfach zu ihrem stationären Händler, weil sie hier im Gegensatz zum Internet die Chance haben, direkt über den Preis zu verhandeln und so das beste Angebot zu erhalten.
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