"Versand durch Amazon" sollte den meisten Onlinehändlern, die auf dem Marktplatz verkaufen, ein Begriff sein. Amazon übernimmt in diesem Vorgang den kompletten Versand und Lagerung Ihrer Ware. Vor knapp einer Woche wurden FBA-Händler über eine Änderung an der Richtlinie für diesen Service informiert - Lagerbestandsmaximum. Die Anpassung enthält außerdem eine neue Kennzahl, die das Unternehmen in Deutschland einführt: der Lagerbestandsindex (LBI).
Auf Nachfrage von "Onlinehändler News" hin, erklärte der Internetriese, dass man mit der Überarbeitung der Richtlinie zum Lagerbestandsmaximum die „optimale Verwaltung des Lagerbestands“ fördern möchte. Dies hört sich in erster Linie wichtig und richtig an und ist an sich im Interesse eines jeden Verkäufers. Durch die Änderung sei es außerdem möglich, dass Produkte der Verkaufspartner schneller bei Amazon ankommen und somit auch schneller zu den Kunden geliefert werden könnten.
Der LBI sei dabei ein entscheidendes Element für die Optimierung des FBA-Geschäfts. Die neue Kennzahl „bietet u. a. maßgeschneiderte Empfehlungen zur Steigerung ihres Absatzes und zur Senkung ihrer Kosten“, wie Amazon ausführt. Der Index werde dabei anhand der laufenden Lagerbestandsverwaltung der FBA-Händler ein mal pro Woche aktualisiert.
Pluspunkt für TOP-Verkäufer: Ab dem 1. Oktober 2019 soll den Verkäufern, die einen LBI von 350 oder höher erreichen, unbegrenzte Lagerkapazitäten für Artikel in Standard- und Übergröße zur Verfügung gestellt. Der Lagerbestandsindex für jeden Verkaufspartner wird dann laut Amazon vierteljährlich neu berechnet.
Amazon wird seine Händler informieren, wenn der Lagerbestandsindex sechs Wochen vor Beginn eines neuen Quartals unter 350 liegt. Bei anhaltener Unterschreitung des Wertes wird die neue Lagerhaltungsgrenze für das darauffolgende Quartal hinterlegt.
Vorwürfe, welche aus dem Sellerforum stammen und sich auf Strafzahlungen von Verkäufern, aufgrund eines niedrigen Absatz bei zu hohen Lagerbeständen beziehen, wies Amazon zurück. „Es gibt keinerlei Strafzahlungen in Verbindung mit dem Lagerbestandsindex“, so das Unternehmen.
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