Der chinesische Handelsriese Alibaba streckt weiterhin ungehindert seine Fühler im E-Commerce aus und wächst fast tagtäglich zu einem noch stärkeren Unternehmen an. Dabei soll auch die neue, 1,1 Milliarden schwere Investition in das Start-Up Tokopedia helfen.
Tokopedia ist für Indonesien das, was Amazon für die USA ist. Auf der Handelsplattform bieten mittlerweile vier Millionen Händler des Inselstaats Ihre Waren an. Auf knapp 17.000 Inseln verteilt, leben hier knapp 260 Millionen Menschen, womit nicht unbedingt die besten Vorraussetzung für das E-Commerce-Business gegben sind.
Doch Tokopedia deckt eigenen Angaben zufolge mittlerweile rund 93% der Fläche ab und kann rund einem Viertel der Bevölkerung eine Lieferung noch am selben Tag bieten. Unter Experten heißt es, dass das vor 9 Jahren gegründete Unternehmen mittlerweile ca. 7 Milliarden US-Dollar wert ist und die über die Plattform erzielten Bruttoumsätze im letzten Jahr um das Vierfache gestiegen sind.
Kein Wunder, dass sich der Onlinegigant Alibaba solch eine Chance nicht engehen lässt, zuschlägt und somit seinen Einfluss auf den asiatischen Markt stärkt. Denn dieser Markt ist heiß umkämpft: Amazon ist kürzlich in Singapur an den Start gegangen und JD-Chef Richard Liu wiederum will bis Ende des Jahres in jedem Land der Region vertreten sein. Alibaba konzentriert sich seit einiger Zeit auf die Expansion in Südostasien, um Amazon und den Konkurrenten JD.com abzuwehren.
Beobachter vergleichen das Startup eher mit der Alibaba-Tochter Taobao – hier wie da geht es vor allem um den Consumer-to-Consumer-Handel – als etwa mit dem regionalen Platzhirsch Lazada. In den ehemaligen Rocket-Internet-Spross hat Alibaba erst im Frühjahr zwei Milliarden Dollar gepumpt.
Es wird also deutlich, dass Geld hier keine Rolle spielt und nur ein Ziel verfolgt wird: Alibaba zum Amazon Asiens zu machen.
Teste tricoma unverbindlich für 30 Tage.