Das Kauferlebnis im Netz ist für viele Kunden der Ausschlag, dass sie zu jeder Zeit und an jedem Ort einkaufen können. Allerdings ist ihre Zahlungsmoral den wachsenden Möglichkeiten nicht angepasst. Immer noch ist die Verlockung zu groß, dass der Kauf per Rechnung sehr bequem ist. Aber wenn diese Rechnung dann nicht gezahlt wird, dann hat der Online-Händler das Problem.
Nach einer Studie der deutschen Inkassounternehmen hat sich bestätigt, dass die Zahlungsmoral vieler Online-Käufer nur sehr schlecht bestellt ist. Dabei haben 81% der ausstehenden Forderungen die Zielgruppe der 18 – 24jährigen Käufer.
Dieser Trend zeigt sich auch außerhalb des Online-Handels. Viele junge Menschen sind nicht mehr mit der unbedingten Zahlungsmoral erzogen wurden und sehen den Sinn in dem Begleichen einer Rechnung nicht ein.
Die Auswertung der Studie hat ergeben, dass sich dies auch in den kommenden Generationen nicht verbessern wird.
Ob in Deutschland, der Schweiz oder Österreich. Die meisten Kunden bezahlen am Liebsten per Rechnung, da sie hier sicher zu sein scheinen. Die Nutzung einer Kreditkarte ist im deutschsprachigen Raum weit weniger ausgeprägt als in anderen Ländern der Welt. Dabei ist die Rechnung eine Zahlungsmethode mit Tradition. Zu Zeiten der großen Kataloge war die Zahlung auf Rechnung selbstverständlich und daher auch noch heute gern gesehen. Außerdem kann eine bestellte Ware nach dem Erhalt auf die Funktion und die Qualität geprüft werden. Erst dann wird der Betrag beglichen. Besonders im Textilbereich daher nicht wegzudenken.
Online-Händlern wird es daher sehr schwer gemacht sich mit anderen Methoden zu etablieren. Am häufigsten wird der Lastschrifteinzug verwendet. Dieser ist aber bei den Kunden ein Problem, da sie ihre Daten angeben müssen. Für viele ein unüberwindbares Hindernis.
Werden beliebte Zahlungsmethoden nicht angeboten, dann kaufen die Kunden auch nicht. Sie entscheiden sich dann für die Konkurrenz.
Online-Händler sollten also nicht nur den richtigen Dienstleister für die Zahlungsmethoden finden, sondern auch abwägen, wie hoch das Risiko von Ausfällen ist. Nicht alle Käufer wollen sich mit einer Zahlung auf Rechnung ungerechtfertigt bereichern.
Ebenso wichtig ist die Bewertung des Shops. Daher gilt abzuwägen, was wichtiger ist. Liquidität und feste Zahlung oder das Einstellen von schlechten Bewertungen, die bei einem Streit um die Zahlung die Folge sein werden. Hierzu haben Online-Händler die Möglichkeit sich mit externen Experten auseinanderzusetzen und so die perfekte Zahlungsmethode für sich und die Kundschaft festlegen zu können.
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